Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit Mitarbeitenden aus Verlagen, Medienhäusern und dem Buchhandel zusammen. Was uns immer wieder begegnet: große Begeisterung für den Beruf, hohe Identifikation mit den Inhalten – und gleichzeitig eine deutliche Zurückhaltung, wenn es um die eigene Absicherung geht.
Dabei wissen wir aus unserer täglichen Beratung: Berufsunfähigkeit ist kein abstraktes Risiko, sondern eine reale Herausforderung – gerade in einer wissens‑ und kreativ geprägten Branche wie der Buchbranche.
1. Das zentrale Problem vieler Angestellter in der Buchbranche
Viele Lektorinnen, Vertriebsmitarbeiterinnen, Herstellerinnen oder Projektmanager gehen davon aus, ausreichend abgesichert zu sein. Ein festes Angestelltenverhältnis, gesetzliche Leistungen und ein regelmäßiges Einkommen vermitteln Sicherheit.
Gleichzeitig erleben wir tagtäglich:
- hohen Termindruck
- parallele Projekte
- permanente gedankliche Präsenz
- wenig echte Entlastungsphasen
Die Realität ist: Psychische Erkrankungen, Erschöpfungszustände und chronische Beschwerden sind heute die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit – insbesondere in Büro‑ und Medienberufen.

2. Unsere klare Empfehlung
Unsere klare Empfehlung lautet:
Beschäftigen Sie sich frühzeitig und bewusst mit der Absicherung Ihrer Arbeitskraft – individuell und realistisch.
Nicht pauschal, nicht irgendwann, sondern passend zu Ihrem Berufsalltag und Ihrer persönlichen Situation. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist kein Nebenprodukt, sondern eine zentrale Grundlage Ihrer finanziellen Sicherheit.
3. Warum diese Empfehlung aus unserer Sicht besonders wichtig ist
Wir – als AssetSecur GmbH – begleiten die Buchbranche seit über 20 Jahren bei der Altersvorsorge und der Absicherung der Arbeitskraft. Als Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels kennen wir die Strukturen, die Denkweise und auch die Sorgen sehr genau.
Was wir immer wieder sehen:
- Die Branche ist stark weiblich geprägt
- Einkommen sind solide, aber selten überdurchschnittlich
- Längere Einkommensausfälle lassen sich kaum auffangen
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt nicht vor Stress – aber sie schützt vor den finanziellen Folgen, wenn Arbeit vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr möglich ist.
4. Realistische Erwartungen – und klare Grenzen
Uns ist wichtig, offen über Grenzen zu sprechen:
- Eine BU ersetzt nicht automatisch 100 % des bisherigen Einkommens
- sie greift nur bei klar festgestellter Berufsunfähigkeit
- sie hängt immer von den vereinbarten Bedingungen ab
Gleichzeitig sagen wir klar:
Ohne private Absicherung entsteht fast immer eine erhebliche Versorgungslücke.
Ziel ist nicht eine perfekte Lösung, sondern ein tragfähiger Schutz.
5. Die 5 häufigsten BU‑Fehler – aus unserer Beratungspraxis
Fehler 1: Zu langes Aufschieben
Je später der Abschluss, desto höher die Hürden – gesundheitlich wie finanziell.
Fehler 2: Psychische Belastung wird unterschätzt
Gerade engagierte Mitarbeitende nehmen Warnsignale oft sehr spät ernst.
Fehler 3: Zu niedrige BU‑Rente
Viele Verträge sind vorhanden, reichen aber im Ernstfall nicht aus.
Fehler 4: Ungenaue Gesundheitsangaben
Unklarheiten können im Leistungsfall fatale Folgen haben.
Fehler 5: Vertrauen auf allgemeine Lösungen
Standardempfehlungen passen selten zu individuellen Berufsrealitäten.
6. Ein Beispiel aus unserer Praxis
Ausgangslage
Eine 34‑jährige Lektorin, fest angestellt in einem Verlag, Nettoeinkommen ca. 2.400 Euro. Eine BU bestand bereits.
Herausforderung
Dauerhafte Überlastung durch mehrere parallele Buchprojekte. Erste Erschöpfungssymptome. Die BU‑Rente lag bei 900 Euro.
Unsere Analyse
Diese Absicherung hat im konkreten Fall weder Fixkosten noch Lebensstandard abgesichert.
Unsere Empfehlung lautet deshalb grundsätzlich
- kontinuierliche Anpassung der BU an den aktuellen Bedarf
- realistische Rentenhöhe, die für den Ernstfall ausreicht absichern
- klare Vertragsbedingungen
- langfristige Planung
7. Die 5 häufigsten Fragen, die uns gestellt werden
Brauche ich als Büroangestellte wirklich eine BU?
Ja. Die meisten Berufsunfähigkeiten entstehen durch Erkrankungen, nicht durch Unfälle.
Wie hoch sollte meine BU‑Rente sein?
Orientierungswert: etwa 60–80 % des Nettoeinkommens.
Zahlt eine BU bei psychischen Erkrankungen?
Bei klarer medizinischer Diagnose grundsätzlich ja.
Was passiert bei falschen Angaben?
Im Leistungsfall kann es zu Kürzungen oder Ablehnung kommen.
Gibt es Alternativen zur klassischen privaten BU?
Ja – insbesondere über betriebliche Lösungen.
8. Unsere exklusive Branchenlösung Medien
Seit letztem Jahr bieten wir die exklusive „Branchenlösung Medien“ an. Dabei wird die Absicherung der Arbeitskraft über den Arbeitgeber abgeschlossen.
Der entscheidende Vorteil für Mitarbeitende:
- keine Gesundheitsfragen
- einfacher Zugang zur Absicherung
- ideal für jüngere Beschäftigte und Neueinsteigerinnen
Gerade in einer weiblich geprägten Branche ist dieser niedrigschwellige Einstieg ein großer Fortschritt.
9. Beratung für die nächste Generation der Buchbranche
Seit vier Jahren ist Fiona Schwesig gemeinsam mit Mario Bartosch in der AssetSecur GmbH tätig.
Fiona berät insbesondere jüngere Mitarbeitende in Verlagen, vor allem Frauen, mit einem klaren Verständnis für moderne Berufsbiografien, Lebensentwürfe und Absicherungsfragen.
Diese Kombination aus Erfahrung und neuer Perspektive prägt unsere Arbeit – und unsere Nähe zur Branche.



10. Sinnvolle nächste Schritte aus unserer Sicht
- Eigene Fixkosten realistisch erfassen
- Persönlichen Absicherungsbedarf bestimmen
- Bestehende Lösungen überprüfen
- Möglichkeiten über den Arbeitgeber klären
- Individuelle, branchenerfahrene Beratung nutzen
Fazit
Berufsunfähigkeit ist kein Randthema – auch nicht in der Buchbranche.
Wer geistig arbeitet, Projekte trägt und Verantwortung übernimmt, sollte seine Arbeitskraft bewusst absichern.
Unsere Erfahrung aus über 20 Jahren zeigt:
Gute Absicherung entsteht aus Klarheit, nicht aus Angst.
Individuell. Ehrlich. Mit echter Branchenkenntnis.
